Herisau: Die untere Fabrik 21 (1942 – 1950), nachher in der Stelz (bis 1957)

Ich verlebte meine ersten Lebensjahre mit meinen Eltern und Geschwistern im «Gelben Haus» in der unteren Fabrik 21 in Herisau. In diesem Haus lebten auch fast alle meine Cousins und Cousinen. Wir wohnten im obersten Stock, von wo ich zwischen den Bogen des Viaduktes der Bodensee-Toggenburg-Bahn den Säntis sah. Dieses Panorama fasziniert mich noch heute.

Der Spielplatz mit meinen Cousins und Cousinen war am Samstagnachmittag das Familienunternehmen, die Maschinenfabrik «Kempf & Co AG, Förder- und Lagertechnik» gerade neben dem «Gelben Haus». Mit Gabelstapler und Palletthubwagen kurvten wir Kinder in den Fabrikhallen um die halbfertigen Produkte herum. Was war das für ein Spass! Zum Glück gab es bei diesem rasanten, unbeschwerten und sicherlich auch des Öfteren unbedachten Vergnügen nie einen Unfall.
Die regelmässigen Frühjahrsausflüge mit den Cousins und den Nachbarskindern an die Glatt – einem Nebenfluss der Thur – zur Kolumbanshöhle in Gossau prägten sich ebenfalls tief und unvergesslich in mein Gedächtnis ein.

Ich kann Bilder in meinem Gedächtnis speichern und wieder hervorrufen. Alle diese Bilder – die Landschaft bei der Kolumbanshöhle, die Maschinenfabrik und das «Gelbe Haus» mit dem Viadukt – habe ich in einem Triptychon festgehalten.

Columbanshöhle

Maschinenfabrik

„gelbe“ Haus

Das Triptychon 2016​

Das mittlere Bild zeigt eine Innenansicht der Maschinenfabrik. Über der Halle ist ein verglaster Dachreiter. Das linke Bild stellt die ruhige Flusslandschaft der Glatt bei der Kolumbanshöhle dar, das rechte Bild zeigt das «Gelbe Haus» an der Untere Fabrik 21 in Herisau mit dem Viadukt und dem Alpstein im Hintergrund. Jedes Bild ist in sich ein Einzelbild; zusammen ergeben sie eine in sich stimmige, ineinander verwobene Gesamtkomposition.

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